Zurück auf der 'Crocodile'

14. Mai 2022:

Zu Mittag kommen wir nach 26 Stunden in Auckland an. Die Gulf Harbour Marina, wo unsere 'Crocodile' am Hardstand steht, liegt auf der Whangaparaoa Halbinsel, mit dem Taxi etwa eine Stunde von Auckland entfernt. 

Das Boot ist außen, wie erwartet, nach zwei Jahren am Hardstand, entsetzlich schmutzig. Das Bootsinnere ist erfreulicherweise in Ordnung. Dank Luftentfeuchter hat sich kein Schimmel gebildet. Obwohl das Boot nicht abgesperrt war, fehlt auf dem ersten Blick nichts.

Es ist Winter, kalt, es regnet viel und es ist sehr windig, wie erwartet. Den Neuseeländern ist scheinbar nicht kalt, sie sind mit kurzen Ärmeln, kurzen Hosen und einige auch barfuß unterwegs. Das ganze Jahr über blühen hier exotische Blumen.

28. Mai:

Heute haben uns Veronika und Robert von der 'Seven Seas' besucht. Ihr Boot steht in der Whangarei am Hardstand. Sie warten auf neue Segel aus der Türkei. 

29. Mai:

Die Arbeiten am Boot gehen gut voran. Einiges muss aus England und Dänemark bestellt werden. Wir hoffen, dass wir nicht allzu lange auf die Lieferungen warten müssen. 

Seit wir wieder in Neuseeland zurück sind, kommt der Wind vorwiegend aus Norden. Von Robert von der ‚Seven Seas‘ wissen wir, dass einige Segelyachten in der Whangarei schon seit drei Wochen auf ein Wetterfenster für die Überfahrt nach Fidschi warten.

 

Das Wetter ist typisch für einen neuseeländischen Winter. Es regnet viel, zum Teil sehr heftig und kurz, der Wind ist kalt. In unserer Kabine hat es in der Nacht zwischen 12 und 16°. Der Thermo-Bär ist unverzichtbar. Wenn die Sonne hin und wieder scheint, sind die Temperaturen recht angenehm.

In den Nachrichten wurde von zwei Tornados in der Nähe der Hauptstadt Wellington, die im Süden der Nordinsel liegt, berichtet.  

11. Juni: Heute haben wir die Wettervorhersagen von 'Predict Wind' wieder aktiviert. Wir werden, wenn alles wie geplant läuft, noch bis etwa Ende Juni hier mit dem Boot beschäftigt sein. Danach wollen wir zur Marsden Cove Marina, die rund 75 Seemeilen in nördlicher Richtung liegt, dort auf ein Wetterfenster warten und nach Fidschi segeln.

23. Juni: Die Arbeiten am Boot sind im Wesentlichen abgeschlossen. Das, was noch zu erledigen ist, sollte in einigen Tagen machbar sein.

 

Es ist noch etwas kälter geworden, besonders in den Nächten. Die Tage sind sehr kurz, die Sonne geht inzwischen erst um 7:34 Uhr auf und um 16:30 wird es schon wieder dunkel. 

 

Am Hardstand ist sehr viel Betrieb, die Firmen sind ausgelastet und arbeiten unter Hochdruck. Die Grenzen sind wieder offen, die Bootseigner sind zurück und alle wollen ihre Boote herrichten lassen. Wir benötigen noch einen Rigger. Das Fall vom Vorsegel ist an der Mastspitze verklemmt, lässt sich keinen Zentimeter bewegen. Ich will nicht, dass Erwin versucht, in 20 Meter Höhe das Fall zu befreien, er will es eigentlich auch nicht. Das Rigg benötigt ohnehin wieder einen Check. Zuletzt hat in der Vuda Marina auf Fidschi ein Rigger das Rigg begutachtet.

  

Der Temporary Import Entry Erlass für private Yachten, der Boote im Transit von der Mehrwertsteuer befreit, wurde um 12 Monate bis zum 30. Juni 2023 verlängert. Wir stehen nicht unter Zeitdruck.

2. Juli: Die Wettervorhersagen sind für die nächste Woche sehr schlecht. So wie es aussieht, können wir erst ab dem 11. Juli hier ablegen.