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Unser Boot

Atlantiküberquerung

Delphine begleiten unser Boot



Am 2. Februar 2017 haben wir in St. Lucia in der Rodney Bay Marina angelegt.  

Mai 2017

24. Mai: Seit mehr als einer Woche sind wir - nach drei Monaten in Wien - wieder zurück in der Karibik. Die Anreise war mühsam. Für die letzte Etappe von Martinique nach St.Lucia mussten wir die Fähre nehmen. Wir hatten 4 Koffer mit 110 kg und zusätzlich einiges an Handgepäck. Bei der Fähre gab es keine Gepäckswagerln!

 

Einen ziemlichen Schock hatten wir bei der Einreise in St. Lucia wegen Felix: der internationale Pet Passport mit allen Impfungen und auch ein zusätzliches aktuelles amtstierärztliches Zeugnis der Republik Österreich für die karibischen Inseln zählten nicht! Es wurde eine Importgenehmigung vom hiesigen Agrarministerium verlangt - die wir natürlich nicht hatten - und Felix sollte in Quarantäne! Wir waren erschöpft und es war fast Mitternacht. Erwin rettete die Situation mit sehr sehr viel Diplomatie, Fehlereingeständnissen und Entschuldigungen unsererseits. Letztlich war dann ein Beamter bereit - er kam mit uns auf das Boot und überzeugte sich über die Richtigkeit unserer Angaben - dass Felix auf das Boot gebracht werden kann und wir mussten versprechen, dass er in St.Lucia das Boot nicht verlässt.

 

Zum Glück ergatterten wir noch vier kleine kühle Bier in der Marina und fielen erschöpft ins Bett. Letzten Endes waren wir froh, dass unser Boot noch da und unbeschädigt ist, dass Felix nicht in Quarantäne musste und dass vom Gepäck nichts verloren gegangen ist.  

 

Derzeit sind wir damit beschäftigt, das Boot startklar zu bekommen: es gibt sehr viel zu reinigen, die mitgebrachten Ersatzteile müssen ihren Platz finden, ein Taucher hat bereits den Bewuchs vom Unterschiff entfernt, die Segel müssen wieder angeschlagen werden, etc..

 

In den nächsten Tagen wollen wir dann in Richtung Süden segeln. 

 

Juni 2017

Mittlerweile (11. Juni) sind wir in Grenada (siehe Route) angekommen. Hier wollen wir uns für unsere nächsten Ziele Richtung Westen verproviantieren.

 

Ingrid: Das Fersenbein macht schon noch Probleme - inzwischen sind 4 Monate seit der Operation vergangen - manchmal habe ich ganz arge Schmerzen, dann bin ich wieder ganz schmerzfrei. Am Boot kann ich mich recht gut bewegen und fühle mich kaum behindert. Bei längeren Wegstrecken an Land nehme ich zur Entlastung noch die Krücken. Im Vergleich zu vor einem Monat ist auf jeden Fall eine deutliche Verbesserung gegeben. Ich hoffe sehr, dass ich in einigen Monaten wieder schmerzfrei längere Strecken gehen werde können. Ich muss einfach mehr Geduld haben. 

 

Morgen (22. Juni) werden wir zu den Islas Los Roques segeln. Wir rechnen mit drei Tagen und Nächten, ca. 360 Seemeilen. Wir segeln eine längere Route, weil wir einigen venezulanischen Inseln aus Sicherheitsgründen großräumig ausweichen wollen. Die Wettervorhersagen sind gut, Wind rund 15 Knoten aus östlicher Richtung und kein Regen.

 

Die zwei Wochen im Archipel Los Roques waren ein wunderbares Naturerlebnis. Traumhaft schöne Strände, sauberes Wasser, eine phantastische Vogelwelt und freundliche Menschen. Wir haben uns hier sicher gefühlt - am Festland von Venezuela und auf den küstennahen Inseln sieht die Situation wahrscheinlich anders aus - und sind sehr froh, dass wir den Zwischenstopp auf dem Weg nach Bonaire gemacht haben.

 

Juli 2017

Seit drei Tagen sind wir auf Bonaire. Als wir gestern im Supermarkt waren, hat unser Herz gleich höher geschlagen. Eine Riesenauswahl bei allen Produkten, wie wir sie seit Monaten nicht mehr gehabt haben. Den europäischen Einfluss - den Holländern sei Dank - spürt man deutlich. Es hat gut getan, unter den verschiedenen Brot- und Käsesorten, etc. (und Katzenfutter) auszuwählen.

 

Wir haben uns auf einen längeren Aufenthalt auf Bonaire eingestellt, weil das Generatorproblem gelöst werden muss. Wir haben die von Fischer Panda gewünschten Teile sofort mit DHL nach Deutschland geschickt und hoffen sehr, dass die Ursache für den Bus Error rasch gefunden wird. Wir rechnen mit einigen Wochen, bis diese Teile funktionstüchtig wieder bei uns zurück sind und Erwin sie einbauen kann (alle Kabel, Schrauben, Muttern, etc. haben wir für den Wiedereinbau beschriftet und fotografiert). 

 

Heute (15. Juli) haben wir uns von der Harbour Village Marina an eine Boje vor Kralendijk verlegt. Hier liegen sehr viele Boote und es ist wesentlich attraktiver (und seemännischer) als in der Marina. Die Bojen werden ebenfalls von der Marina verwaltet. Man kann direkt vom Boot aus schnorcheln und tauchen! Ankern ist zum Schutz der Korallen vor der gesamten Insel verboten.  

 

Unsere weiteren Pläne sehen zur Zeit so aus, dass wir bis Ende September in Bonaire bleiben und dann nach Curacao segeln werden, wo wir einige Reparaturen (Gennaker) machen lassen müssen und einige kleinere Sachen für das Boot besorgen wollen. Danach sind ab November (vorher ist das Wetter ungünstig) Kolumbien und die San Blas Inseln geplant. 

 

August und September 2017

Wir genießen hier die Natur (vom Cockpit aus sehen wir Schildkröten, die zum Luftholen auftauchen, jagende Pelikane, viele bunte und fliegende Fische, etc.) und das unkomplizierte Tauchen vom Boot aus - die Tauchplätze liegen praktisch alle entlang der Küste von Bonaire und um Klein Bonaire.  

 

Seit dem 31. August läuft der Generator wieder. Der Weg dorthin war recht mühsam. Die an Fischer Panda geschickten Teile wurden durch neue ersetzt. Nach dem Wiedereinbau der drei neuen Teile funktionierte der Generator trotzdem nicht. Zusätzlich war nämlich noch eine gut versteckte Sicherung geschmolzen, an die vorher niemand gedacht hatte. Die Sicherung mussten wir uns wiederum von Fischer Panda zuschicken lassen. Das dauerte weitere drei Wochen. Insgesamt warteten wir vom 13. Juli bis zum 31. August.

 

Oktober 2017

Wir haben unseren Bonaire-Aufenthalt bis Anfang November verlängert. Das bedeutet weiter "Urlaub" machen (viel tauchen, schwimmen, Karel`s Strandbar besuchen, Eis essen, Spanisch lernen, entspannen, etc.).

 

Uli und Marty werden uns Ende Oktober besuchen kommen und mit uns das einjährige Jubiläum auf unserer Crocodile feiern. Es ist kaum zu glauben, dass es schon ein Jahr her ist, dass wir von La Rochelle für unser großes Abenteuer in See gestochen sind. 

 

November 2017

3. November: Wir haben mit Uli und Marty eine wunderschöne, entspannte Woche verbracht. Morgen werden sie wieder zurückfliegen.

 

Die See ruft ... obwohl es hier in vielerlei Beziehung sehr angenehm und schön ist, zieht es uns schon sehr Richtung Westen. Wir müssen allerdings  noch auf Pakete mit Bestellungen warten, die trotz Tracking-Nummer "verschollen" (seit 4 Wochen irgendwo zwischen Amsterdam und Bonaire) sind. Unsere Visa, die wir bereits um ein Monat verlängert hatten, laufen mit 13. November ab, dann müssen wir von hier weg. Es verbleiben also noch 10 Tage, dass die Pakete doch noch auftauchen.  

 

13. November:

Eine Sendung mit den Mg-Anoden für den Warmwasserboiler ist leider nicht mehr rechtzeitig gekommen und wird nach Deutschland zurückgehen. Die Anoden hätten wir dringend gebaucht. Wir können aber nicht mehr länger warten. 

 

29. November:

Bei der Ankunft in der Marina Santa Marta erfahren wir, dass das Paket mit den Mg-Anoden bereits da ist (wir hatten eine neuerliche Bestellung mit der neuen Lieferadresse gemacht). Gottseidank. 

 

30. November:

Felix gerettet ... 

28. Dezember 2017: Wir sind jetzt seit einem Monat in Kolumbien. Es ist - weil wir auch zu wenig über das Land wussten - überraschend schön hier und die Zeit ist mit Besichtigungen und Ausflügen in das Umland wie im Flug vergangen. Wir haben sehr angenehme Kontakte mit anderen Seglern in der Marina und werden einige wahrscheinlich (wäre schön) an späteren Destinationen wieder treffen.

 

Die letzten zwei Wochen hatten wir Tag und Nacht sehr starken Wind (30 bis 40 Knoten) - hier als Christmas Wind bekannt. In der Marina war das, bis auf das Heulen in der Takelage, kein großes Problem. An ein Ablegen war nicht zu denken. Heute hat der Wind deutlich nachgelassen. Wir planen, dass wir am Samstag (30. Dezember) Richtung Panama segeln werden.

 

Jänner 2018:

Seit 1. Jänner sind wir in Panama. Wir klarieren ganz im Osten, direkt an der Grenze zu Kolumbien, ein und segeln von hier die karibische Küste entlang im San Blas Archipel - dem Land der Kuna Indianer (sie nennen es Guna Yala) - Richtung Westen. Der San Blas Archipel ist mit mehr als 350 Inseln - davon sind nur wenige bewohnt - und unzähligen Untiefen sehr anspruchsvoll zu befahren. Wir segeln - wie die meisten - nur tagsüber. Die Karten stimmen mit der Realität oft nicht überein bzw. sind Teile im Osten noch gar nicht erfasst. In der Kombination mit dem Bauhaus Panama Cruising Guide geht es halbwegs. Angeblich werden jährlich ca. 15 Boote auf Riffe gesetzt und gehen verloren.

 

Im östlichen Teil des Archipels leben die Kuna Indianer mehrheitlich noch traditionell. Der einzige Kontakt ist, wenn sie in ihren Einbäumen zu den Segelbooten kommen, um die Ankergebühr von 10 - 15 USD einzuheben und ihre Molas zum Verkauf anbieten. Die Molas und vor allem die Kokosnüsse, die um 50 Cent pro Stück nach Kolumbien verkauft werden, sind die Haupteinnahmequellen der Kuna. Das Meer ist im östlichen Teil der San Blas Inseln recht trüb und man sieht viel Biomasse und leider auch viel Plastikmüll vorbeischwimmen. Sie viel Müll im Meer und auf Inseln haben wir noch nie erlebt. Der nicht verrottende Plastikabfall ist ein echtes Problem. Auf den bewohnten Inseln gibt es praktisch nichts zu kaufen. Das wussten wir und haben uns in Santa Marta entsprechend eingedeckt.

 

Die im Westen gelegenen Inseln sind weiter weg vom Festland, dadurch ist das Wasser wesentlich sauberer, sie sind attraktiver und daher auch deutlich mehr von Seglern besucht. Hier haben sich die Kuna Indianer auf die Touristen eingestellt, leben kaum noch traditionell. Sie kommen mit ihren Booten zu den Seglern und bieten Lobster, Fisch, frisches Obst und Gemüse an, was sehr angenehm ist.

 

Obwohl jetzt Trockenzeit ist, regnet es ungewöhnlich viel und wir hatten auch schon einige heftige Gewitter. Der Regenwald reicht am Festland praktisch bis an die Küste, sieht aus wie ein weicher grüner Teppich, der sich entlang der gesamten Panama-Küste erstreckt. Es ist nicht mehr ganz so heiß (26-30°) wie in Kolumbien (30-32°), also angenehmer, vor allem in der Nacht. Auch das Meer ist 1-2° kühler.

 

Vor einigen Tagen ist Erwin aufgefallen, dass ich (Ingrid) keinerlei Schmerzen mehr im Fersenbein und Sprunggelenk erwähne. Die Operation ist jetzt ca. ein Jahr her und es war ein langsames Bergauf, benötigte Geduld und Optimismus. Es war eine schwierige Operation (komplizierter Bruch, 3 Wochen alt) und das Ergebnis könnte nicht besser sein. Das verdanke ich meinem Operateur (Doz. Kralinger, Chef der Unfallabteilung im Wilhelminenspital).  

 

20. Jänner: Schön langsam rückt der Kanaltransit näher. Jänner bis Juni sind die stärksten Monate. Wir haben uns für einen Agenten entschieden, der alles für uns organisiert. Vor dem Kanaltransit wollen wir das Boot herausholen und das Antifouling ergänzen (es ist z.B. keines auf den Propellern und an der Unterseite des Kiels - wurde in La Rochelle "vergessen") und kleine Aus- bzw. Verbesserungen vornehmen. Wir haben uns auch für zusätzliche Solarpaneele auf dem Dach entschieden. Wir werden sehen, wie die Materialbeschaffung in Panama City bzw. aus Miami klappt. Jedenfalls muss das Boot in einem optimalen Zustand sein, wenn wir in den Pazifik segeln, denn in der Südsee sind Reparaturen und Ersatzteile sehr teuer und schwierig zu bekommen. 

 

Den Aufenthalt auf den Galapagos Inseln müssen wir ebenfalls schon jetzt fix planen und einen Agenten beauftragen, da die Vorlaufzeit für die notwendigen Papiere mit zwei Monaten angegeben ist.

 

4. Februar 2018: Seit zwei Tagen sind wir in der Shelter Bay Marina direkt bei der Einfahrt zum Panamakanal. Es ist sehr, sehr angenehm, wieder die Annehmlichkeiten der westlichen Welt zur Verfügung zu haben. Gestern wurde das Boot für den Kanaltransit vermessen. Einen Termin für den Transit haben wir auch schon: es ist der 26. Februar. Morgen kommt das Boot nach 1,5 Jahren zum ersten Mal aus dem Wasser. Der Countdown läuft.

 

20. Februar: Seit 5. Februar sind wir am Trockendock. Übermorgen (am 22. Februar) kommen wir wieder ins Wasser. Leider ist nicht alles so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Beim Reinigen des Unterwasserschiffes löste sich der Anstrich (Antifouling) an mehreren Stellen großflächig ab, weshalb das Antifouling komplett neu gemacht werden musste. Wir waren geschockt! 

Die Bestellung der Solarpaneele und des Zubehörs kostete nicht nur viel Zeit (jede Menge Telefonate, gezählte 61 (!) Emails, mehrmals nach Panama City - eine Strecke ca. 3 Stunden), sondern brachte uns zeitweise nervlich ans Limit. Die Leute haben hier eine ganz andere Arbeitseinstellung als wir es gewohnt sind. Erschwert war das Ganze durch den Karneval. An diesen Tagen funktionierte dann gar nichts mehr, es herrschte Ausnahmezustand, Autos bewegten sich im Schritttempo, alles war auf der Straße, niemand arbeitete (Feiertage). Wir waren so sauer, dass wir uns die Umzüge gar nicht mehr anschauen wollten. Die Solarpaneele und die Befestigungen für das Dach haben wir in Panama City bekommen, leider musste aber einiges (verzinnte Kabel, Victron Ladekontroller) in Miami bestellt werden. Hoffentlich kommt die Lieferung in den nächsten Tagen. Für die Installation haben wir Silvio, einen Schweizer Yachtelektroniker gefunden.

 

Gestern und heute macht Erwin einen Kanaltransit als Linehandler auf einem österreichischen Katamaran mit, damit wir dann bei unserem Transit keine Überraschungen erleben. 

 

23. Februar: Obwohl wir das Zubehör in Miami mit FedEx over night bestellt hatten (und uns bei Marine Warehouse telefonisch versichert wurde, dass alles auf Lager ist), warten wir seit einer Woche darauf. Den Kanaltransit mussten wir deshalb verschieben. Unser neuer Termin ist der 11. März.

 

2. März: Wir haben die Lieferung von Marine Warehouse in Miami noch immer nicht! Es hat sich herausgestellt, dass die Sachen zum Teil gar nicht auf Lager waren und erst Anfang nächster Woche nach Miami kommen. Es ist unglaublich! Wir können den Kanaltransit nicht noch einmal verschieben.

 

8. März: Heute ist ein guter Tag! 

1. Die Lieferung aus Miami ist gekommen und die Solaranlage konnte von Silvio in Rekordzeit fertig gestellt werden (die Paneele waren schon seit zwei Wochen am Dach montiert). Am Batteriemonitor sehen wir nun - obwohl es bewölkt ist - dass mit den zusätzlichen Paneelen am Dach (insgesamt haben wir jetzt 920 Watt) wesentlich mehr Strom erzeugt wird als wir verbrauchen. Ein beruhigendes Gefühl für den Pazifik. 

2. Wir haben heute die Mitteilung bekommen, dass die Firma, die für das unsachgemäße Aufbringen des Coppercoat-Antifouling verantwortlich ist, den Schaden ersetzt. 

3. Heute ist Bill, den wir nach unserer Atlantiküberquerung in St. Lucia vor einem Jahr kennen gelernt hatten, in der Shelter Bay Marina angekommen. Es war ein sehr herzliches Wiedersehen. Seine Crew - zwei Engländer - werden bei uns Linehandler sein. 

 

24. April: Heute legen wir von Isla Isabela auf den Galapagos mit dem Ziel Marquesas in Französisch Polynesien ab. 3000 Seemeilen liegen vor uns. Wir rechnen mit 20 bis 25 Tagen im Pazifik, die wir wahrscheinlich kaum ein Schiff und überhaupt kein Land sehen werden. Während dieser Zeit haben wir kein Internet, aber Email und Satellitentelefon.  

 

27. Mai: Seit 11 Tagen sind wir auf Nuku Hiva auf den Marquesas. Die Bucht, in der wir liegen ist wunderschön und wir genießen hier das entspannte Inselleben. Leider regnet es fast jeden Tag - mit den Bergen rundherum ein wenig Salzkammergut-Gefühl. Internet gibt es nur am Pier, und das ist sehr langsam. Heute wollen wir zur Insel Ua Pou segeln, die ca. 30 Seemeilen entfernt ist, bevor wir den großen Schlag nach Tahiti machen. 

 

11. Juni: Wir hatten uns entschlossen, auf den Tuamotus einen Zwischenstopp einzulegen, und zwar auf Fakarava, weil es hier besonders schön zum Tauchen ist. Leider hatten wir Pech mit dem Wetter und konnten nur am Nordpaß tauchen. Auf den Südpaß mussten wir verzichten. Sehr schade. Heute segeln wir nach Tahiti.

 

Seit 13. Juni sind wir auf Tahiti. Wir wollen die nächsten Wochen die Gesellschaftsinseln Moorea, Huahine, Raiatea, Tahaa, Bora Bora und Maupiti besuchen. 

 

18. Juni: Heute kommt Stefan zu uns auf Besuch! Wir freuen uns sehr. Wir werden im Rahmen des Tahiti - Moorea Rendezvous an der Regatta teilnehmen und anschließend auf Moorea bleiben und viel tauchen. 

 

2. Juli: Die Zeit mit Stefan ist leider viel zu schnell vergangen. Wir hatten zwei schöne, entspannte Wochen miteinander.  

 

30. August: Wir liegen in der Tapuamu Bay auf der Insel Tahaa vor Anker und warten auf besseres Wetter. Es regnet viel und der Wind bläst seit gestern mit um die 30 Knoten. Normalerweise regnet es hier im August fast gar nicht. Laut Vorhersage wird das Wetter erst in 3 bis 4 Tagen besser.    

 

20. September, Bora Bora: Leider ist uns das relativ schlechte Wetter (es regnet nach wie vor häufig und es ist recht windig) treu geblieben. Das ist sehr schade, denn wenn einmal die Sonne hervorkommt, ist es hier wirklich wunderschön. 

 

Wir wollen die Zyklon Saison in Neuseeland verbringen. Der administrative Aufwand für die Einreise ist gewaltig. Es sind Unmengen an Formularen auszufüllen, zu unterschreiben, zu scannen und per Email nach Neuseeland zu schicken. Der HP-Drucker, den wir in Bonaire gekauft hatten, hat leider schon den Geist aufgegeben. In Bora Bora einen Drucker zu kaufen, war nicht gerade einfach. Es gibt nur ein Geschäft und das hat nur Canon-Drucker. Wir haben kein Internet am Boot. Das Internet in der Marina ist schwach. Erwin hat einen Vini-Internet-Hotspot im Hauptort (Vaitape) in der Nähe der Kirche mit dem iPhone ausgemacht. Zum Glück gibt es neben der Strasse ein überdachtes Steinbankerl, von wo aus wir nun unsere Internet-Angelegenheiten erledigen können - von Papeete haben wir noch ausreichend Stunden für das Internet von Vini.

 

Für Felix mussten wir vorab eine Quarantäne-Einrichtung in Auckland buchen. Ob wir Felix letzten Endes überhaupt importieren dürfen, wird sich wohl erst bei der Einreise herausstellen.  

25. September 2018: Wir haben 4 Monate in Französisch Polynesien verbracht. Leider war das Wetter nie über eine längere Zeit stabil schön, wie es eigentlich während dieser Monate hätte sein sollen. Dadurch waren wir in Bezug auf Tauchen, Schnorcheln und Wandern etwas eingeschränkt. Als wir vor vielen Jahren hier Urlaub machten (Gesellschaftsinseln und Tuamotus), hatten wir beide Male perfektes Segelwetter.

In Bora Bora hatten wir zudem ziemliche Probleme mit der Biosecurity wegen Felix. Wir waren mit ihm beim Tierarzt, um Behandlungen und eine amtstierärztliche Bestätigung für Neuseeland zubekommen. Felix hätte aber das Boot überhaupt nicht verlassen dürfen, da er nicht in Französisch Polynesien importiert war. Das wussten wir nicht. Der Tierarzt konnte uns keine amtstierärztliche Bestätigung geben und der kontaktierte Amtstierarzt in Tahiti war nicht hilfreich, sondern interessierte sich nur für die Verletzung der Biosecurity Rules mit Androhung eines Strafverfahrens. 

 

10. November: Beim Einklarieren in Neuseeland hatten wir den Eindruck, dass die amtstierärztliche Bestätigung, die wir dann in Tonga doch noch bekommen hatten, gar nicht so wichtig war. Auch wenn alle Impfungen und Papiere in Ordnung sind, muss ein Hund oder eine Katze auf jeden Fall für zumindest 10 Tage in Quarantäne. Das hat sich für uns aus den Unterlagen, die wir von Neuseeland für die Einreise bekommen hatten, nicht so dargestellt. Sehr wahrscheinlich hätten wir uns den Ärger in Bora Bora und den beträchtlichen Aufwand in Tonga (Fahrten mit der Fähre, lange Taxifahrten) ersparen können.