Überfahrt von Neukaledonien nach Neuseeland

Am 25. 11. 2019 um 5:10 Uhr nehmen wir gemeinsam mit Scott und Elena von der Muskoka Kurs auf Neuseeland.

Gleich in der ersten Nacht ein Schockerlebnis: Wir segeln mit 7 Knoten Geschwindigkeit dahin, plötzlich fällt die Geschwindigkeit auf 3 Knoten ab. Ein Blick auf die Segel bringt die Erklärung. Das Groß weht teilweise frei aus - der Unterliekstrecker ist gerissen. Ein Quickfix (am Dach bei über 20 Knoten Wind und hohen Wellen) hält nur kurze Zeit - schon nach 45 Minuten ist der Unterliekstrecker wieder durchgewetzt. Wir verschieben die Reparatur auf den nächsten Tag bei Tageslicht, bergen das Groß und segeln den Rest der Nacht nur mit dem Vorsegel. Die Muskoka entfernt sich immer weiter. Über VHF verabschieden wir uns von Scott und Elena. Aus der gemeinsamen Überfahrt ist leider nichts geworden.  

Erwin kann in der Früh die Reparatur des Unterliekstreckers durchführen. Bei guter Sicht ist das wesentlich angenehmer und geht recht gut und rasch. Leider lässt der Wind in der Folge deutlich nach. 

Mit Motorunterstützung segeln wir durch das ausgedehnte Hoch. An einem Abend ist der Pazifik spiegelglatt wie wir es bisher noch nicht erlebt haben und der Sonnenuntergang ist überwältigend schön.

 

Die Überfahrt verläuft sehr ruhig und zügig, da es kaum eine Welle gibt, sodass wir mit wenig Wind doch noch annehmbar schnell sind. Wir sollen auf dringende Empfehlung von Chris Parker wegen eines herannahenden Tiefs unbedingt noch vor dem Abend des 2. Dezembers in Opua sein, das ist leider nur mit Motorunterstützung zu schaffen.   

Neuseeland

2. Dezember 2019 - 

Nach 917 Seemeilen und 173 Stunden legen wir am 2. Dezember um 10 Uhr am Quarantänedock der Bay of Islands Marina in Opua (an der Ostküste im Norden der Nordinsel) an. Zu Mittag ist der Wind bereits auf über 20 Knoten angestiegen mit Böen bis 30 Knoten. Nicht besonders dramatisch aber angenehmer ist es, im sicheren Hafen zu sein.

3. Dezember: Um 9 Uhr früh wird Felix abgeholt und in die Quarantäne-Station nach Auckland gebracht. Sein Miauen ist herzerweichend und wir leiden mit ihm. 

4. Dezember: Das Tief ist inzwischen durchgezogen und wir verlassen Opua in Richtung Whangarei. Entlang der Ostküste gibt es einige Buchten, die zum Ankern gut geeignet sind. Wir übernachten auf ca. halbem Weg in der Admirals Bay und kommen am nächsten Tag zu Mittag in der Marsden Cove Marina an.  

Wir wollen die Zeit, in der Felix in Quarantäne ist, nützen und auf die Südinsel fliegen, die sehr schön sein soll. Zur Südinsel zu segeln ist auf Grund der Wetterbedingungen nicht ratsam. Queenstown liegt mit 45° Süd schon im Bereich der "roaring forties". 

Südinsel

7. - 15. Dezember 2019

Queenstown

Am 7. Dezember fliegen wir von Whangarei über Auckland nach Queenstown, das im unteren Teil der Südinsel am Lake Wakatipu, dem zweitgrößten See Neuseelands, liegt. Hohe Berge (Remarkable Mountains) - man sieht in der Ferne sogar etwas Schnee auf den Gipfeln liegen - umgeben den See.

Queenstown ist sehr touristisch - Hotels, Apartmenthäuser, Restaurants, Geschäfte und Anbieter diverser Touren prägen das Stadtbild. In den vergangenen Tagen hat Starkregen dazu geführt, dass die ufernahe Straße überschwemmt wurde und dass jetzt noch ufernahe Bereiche unter Wasser stehen. Wir nützen eine Regenpause und fahren mit der Skyline-Gondel zur ca. 400 m hohen  Aussichtsplattform mit Restaurant, von der wir einen beeindruckenden Ausblick haben.    

Kiwi Birdlife Park

Im Kiwi Birdlife Park bekommen wir endlich Kiwis zu sehen! Da sie nachtaktiv sind, wurde im fensterlosen Kiwi-Haus der Tag zur Nacht gemacht. So können die Besucher bei Tag die Kiwis beobachten. Wir sind bei einer Fütterung dabei. Nachdem wir uns an die Dunkelheit (bis auf zwei Rotlichtlampen) gewöhnt haben, können wir zuschauen, wie zwei Kiwis mit ihren langen Schnäbeln das Futter am Boden aufspüren - sie machen das mit unglaublich schnellen Bewegungen. Wir sind den Kiwis, durch eine Glasscheibe getrennt, ganz nah. Obwohl Kiwis Vögel sind, wenn auch flugunfähige, haben sie keine Federn, sondern ein Fell. Fotografieren ist leider nicht erlaubt.

Der weitläufige Birdlife Park liegt mitten in Queenstown und verfügt über eine beachtliche Sammlung von in Neuseeland endemischen Vögeln. 

Milford Sound

9. Dezember: Wir haben Glück. Nach drei Wochen Regen erwischen wir den ersten halbwegs schönen Tag. Wir haben eine Tour von Queenstown zum Milford Sound gebucht. Es ist eine lange Fahrt von fast 300 km. Im bequemen Panoramabus aus der ersten Reihe genießen wir die vorbeiziehende Landschaft. Viel, viel Weideland mit noch mehr Schafen, eingerahmt von hohen, zum Teil schneebedeckten Bergen. 

Bei einem Stopp machen einige Keas - die einzigen in Neuseeland endemischen Papageien - die Autos unsicher. Sie sind neugierig, verspielt, überhaupt nicht scheu und eine Touristenattraktion. Ein Kea "untersucht" sogar das Businnere. Mit ihren kräftigen Schnäbeln können sie einiges anrichten. Unser Guide erzählt, dass ein neuer Geschirrspüler, der nach dem Ausladen vor dem Haus kurz unbeaufsichtigt war, von den Keas "zerlegt" wurde und nicht mehr zu gebrauchen war.    

Mit einem Ausflugsboot fahren wir durch den 14 km langen Fjord bis zur Tasmansee. Steile, mehrere hundert Meter hohe Felswände ragen zum Teil fast senkrecht aus dem Wasser. Überall kommen Wasserfälle herunter. 

Fox und Franz Josef Gletscher

10. Dezember: Unser nächstes Ausflugsziel ist die Gletscherregion, die ca. 360 km von Queenstown entfernt an der Westküste liegt. Die Straßen sind wesentlich besser als auf der Nordinsel, es ist auffallend wenig Verkehr und die Landschaft ist abwechslungsreich. Wir wollen zum Ort Franz Josef, kommen aber nur bis zum Ort Fox, der ca. 20 km davor liegt, ab da ist die Straße gesperrt. Es ist Hochsaison, im größtem Hotel in Fox sind wir die einzigen Gäste. Unser Geheimnis: Es gibt eine Telefonnummer, über die man die Straßensperren abfragen kann, dort haben wir aber nicht angerufen. Wir erfahren, dass die Straße von Fox nach Franz Josef vorläufig gesperrt ist. Die Straße im Norden von Franz Josef ebenso, diese allerdings für längere Zeit. Durch lang andauernde und intensive Regenfälle kam es - wie jedes Jahr - zu Überschwemmungen und Murenabgängen, eine Brücke wurde weggerissen . Es gibt seit 5 Tagen kein Internet und kein Telefon, die Touristen können wegen der Straßensperren nicht von Franz Josef weg. Die gute Nachricht: Die Helikopterflüge zu den Gletschern sind - sofern das Wetter passt - möglich.   

11. Dezember: Das Wetter ist gut und wir können den Rundflug - Fox und Franz Josef Gletscher (benannt nach Kaiser Franz Josef) - machen. Der Helikopter landet in ca. 3000 m Höhe auf einem unberührten Schneefeld, der Himmel ist fast wolkenlos, es ist windstill und warm - der Schnee trotzdem fest - es ist wunderschön hier oben.  

Inzwischen ist die Straße von Fox nach Franz Josef wieder offen, auch Internet und Telefon funktionieren wieder.

 

Wir fahren zu einem Parkplatz etwas außerhalb von Franz Josef, von dem aus ein Weg zur Gletscherzunge führt. Auch dieser Gletscher hat in den letzten 100 Jahren Kilometer an Länge verloren. Nach einer 3/4 Stunde ist unsere Wanderung leider zu Ende. Der weitere Weg ist wegen Überflutung gesperrt. 

Okarito

 

Nicht weit von Franz Josef entfernt befindet sich Okarito, ein zur Goldgräberzeit prosperierender Ort - der schwarze Sand war reich an Gold. Kaum vorstellbar, dass oft mehr als 70 Schiffe gleichzeitig im Hafen gelegen sind und einmal um die 1500 Leute hier lebten, heute sind es vielleicht 50. 

Die einzige Straße entlang der Westküste weiter Richtung Norden bleibt, wie erwähnt, gesperrt. Man rechnet, dass die Reparatur der Brücke bis kurz vor Weihnachten dauern wird. Es ist Hauptsaison und eine Katastrophe für den Fremdenverkehr, vor allem für kleinere Betriebe. Aus Erfahrung weiß man, dass kaum Touristen zu den Gletschern kommen werden. Die gängige Route führt - vor allem von den Reisebussen - von Queenstown die Westküste entlang Richtung Norden und nach Christchurch. Die Gletscher sind ein Stopp von mehreren.   

Auch wir wären gerne die Westküste weiter hinauf gefahren. Für uns waren aber die Gletscher das Hauptziel und dass wir nicht weiter fahren können ist zwar schade, aber keine Katastrophe. Dass wir die einzigen Gäste in Fox sind, stört uns nicht.    

 

12. Dezember: Bevor wir die Gletscherregion Richtung Süden (Queenstown) wieder verlassen, machen wir noch einen Spaziergang durch den Wald um den Lake Matheson. 

 

 

Beim Lake Hawea (nach 280 km) übernachten wir. Von der Terrasse unseres Hotelzimmers haben wir einen wunderbaren Blick auf den See. Leider ist es sehr windig, sodass wir unseren ursprünglichen Plan, einen weiteren Tag hier zu bleiben und zu wandern, verwerfen. 

13. Dezember: Unser Flug von Queenstown zurück auf die Nordinsel ist am 15. Dezember. Wir haben uns entschlossen, nicht in Queenstown, sondern in Arrowtown, das nahe bei Queenstown liegt, die letzten zwei Tage zu verbringen.  

Arrowtown

Arrowtown ist eine ehemalige Goldgräberstadt mit ein paar Dutzend, liebevoll gepflegten Häusern aus dieser Zeit, in denen jetzt Geschäfte und Restaurants untergebracht sind. Im Arrow River wurde 1862 erstmals Gold entdeckt. Und zwar eine ziemliche Menge - 20 Kilo wurden allein von einer Person in zwei Wochen geschürft. 

Wir sind überrascht, wieviele Autos auf den Parkplätzen stehen - zum Glück wird einer für uns frei - und wie belebt der Ort ist. In der Buckingham Street, der Straße mit den historischen Gebäuden, kommen wir zufällig am New Orleans Hotel, auch alt (1866), vorbei und bekommen ein Zimmer. Es ist sonnig und warm, die Gastgärten der Lokale sind voll mit Touristen. Erfreulicherweise gibt es gleich neben unserem Hotel eine Patagonia Chocolaterie (haben wir schon in Queenstown genossen), wo es vor allem traumhafte Desserts - vorwiegend mit Schokolade, Eis und Kaffee gibt. Für uns bis jetzt in Neuseeland die einzige Möglichkeit, Mehlspeisen nach unserem Geschmack zu bekommen.  

 

Das Bungy Jumping von der nahegelegenen, historischen Kawarau Bridge ist ein ziemliches Spektakel, gut besucht und gut gebucht. 

15. Dezember 2019: In der Früh fliegen wir nach Auckland, nehmen ein Mietauto, holen Felix von der Quarantäne ab und fahren weiter nach Whangarei, wo wir in der Marsden Cove Marina unsere Crocodile liegen haben. 

Nordinsel

Whangarei

Entweder es regnet oder es schaut sehr nach Regen aus, sodass wir keine Ausflüge machen wollen, obwohl wir noch das Mietauto haben. Wir beschließen, so bald wie möglich zum Great Barrier Island zu segeln, wo wir die Feiertage verbringen wollen. Am 21. Dezember am späten Nachmittag verlassen wir die Mardsen Cove Marina und ankern in der nahegelegenen Urquharts Bay, wo wir die Nacht verbringen. So gewinnen wir am nächsten Tag ca. eine Stunde - zum Great Barrier Island sind es knappe 50 Seemeilen und wir wollen dort noch bei Tageslicht ankommen. 

22. Dezember: Die Fahrt zum Great Barrier Island ist hart und ruppig. Wir haben die meiste Zeit einen Windwinkel um die 40° (vorhergesagt waren 90°), der Wind bläst mit Spitzen bis zu 33 Knoten, die Welle kommt von vorne seitlich in 5-6 Sekunden Abständen. Wenigstens scheint die Sonne. 

Great Barrier Island

22. Dezember 2019 - 10. Jänner 2020

Um 18 Uhr lassen wir nach 46 Seemeilen in der Forestry Bay, einer ruhigen und gut geschützten Bucht in unmittelbarer Nähe von Port Fitzroy, den Anker fallen. Das Wasser ist sauber, die Bucht ist von dicht bewaldeten Hügeln umgeben. Wir hören viele Vogelstimmen, besonders morgens und abends gibt ein richtiges Konzert.    

Es ist eine große, bewohnte (ca. 900 Einwohner), dem Augenschein nach sehr naturbelassene Insel, die der Nordinsel im Osten vorgelagert ist. Es soll hier schöne Wanderwege geben - darauf freuen wir uns. 

24. Dezember: Wir frühstücken mit einem echten Panettone-Gugelhupf (von Italien via Australien nach Neuseeland in den Supermarkt gelangt) mit Schlagobers und unternehmen eine mehrstündige Wanderung. Der Glenfern Wanderweg führt bergauf und bergab durch den Urwald mit riesigen Farnbäumen. Wir kraxeln in die Gabelung eines mächtigen, 600 Jahre alten Kauri, zu dem man über eine Hängebrücke gelangt. Er überragt alle anderen Bäume und ist leider auch hier auf der Insel das einzig verbliebene große Exemplar. Dies auch nur deshalb, weil der Ansatz der Äste zu weit unten war, um die Standardnutzung zu ermöglichen. Dies zeigt, wie rücksichtslos früher überall die natürlichen Ressourcen ausgebeutet wurden. Das Kauriholz wurde sehr geschätzt. Es ist relativ leicht und sehr dauerhaft.

Einer privaten Initiative ist es zu verdanken, dass Great Barrier Island wieder ein natürlicher Lebensraum für einheimische Tier- und Baumarten ist. Durch Brandrodungen, um Weideflächen zu schaffen, war die Insel vor rund 40 Jahren noch in großen Bereichen kahl. Die Weidetierhaltung verlor zunehmend an Bedeutung und ermöglichte so eine Renaturierung.   

 

Vom Sunset Rock haben wir einen schönen Ausblick auf die Bucht und die Anlegestelle für die Fähre, die zwischen Auckland und Port Fitzroy verkehrt.

29. Dezember: Die Bucht hat sich in den letzten Tagen zunehmend mit Booten gefüllt. In Neuseeland haben die Sommerferien begonnen und hier ist jetzt einiges los. Port Fitzroy ist aber nicht überlaufen und immer noch sehr friedlich. Es gibt ein gut sortiertes Geschäft für Lebensmittel und Getränke, eine Burger Bar, einen Souvenir- und Informationsshop mit Autovermietung und eine Health Clinic.   

Wir machen kleinere Wanderungen. Heute waren wir am Lookout Rock auf dem Fitzroy Hill. Der Weg hinauf führt durch dichten Urwald. In den bodennahen Bereichen wachsen Farne und Farnbäume, dazwischen stehen dünne, astlose Baumstämme, die erst in 20-30 m Höhe eine Verästelung und eine Art Nadelbewuchs haben. Die letzten Meter zum Aussichtsfelsen sind ein wenig zum Klettern, dann kann man den malerischen Blick auf die Bucht genießen. 

Täglich bekommen wir Besuch von ganz lieben braunen Enten (Pateke in Maori), die inzwischen zu den gefährdeten Arten zählen und vorwiegend auf dem Great Barrier Island vorkommen (2/3 des weltweiten Bestandes). Zuerst kam nur eine, dann zwei, dann drei und jetzt sind es schon 4, die zu unserem Boot - mit lautem Quaken - geschwommen kommen, um sich Futter zu holen.  

Mit viel Glück - es ist Hochsaison - haben wir noch ein Mietauto bekommen. Die Insel ist sehr dünn besiedelt, die Straßen kurvig und schmal, die Landschaft abwechslungsreich. Wenn ein Auto entgegenkommt, was nicht sehr oft der Fall ist, muss eines auf den Straßenrand ausweichen. 

Als erstes wollen wir zum Windy Canyon, zu dem wir nur ca. eine halbe Stunde fahren müssen. Vom Whangapoua Hill führt zuerst ein schattiger Waldweg und danach unzählige Stufen, zwischen mächtigen Felsen des Canyons eingezwängt, zu einem phantastischen Lookout.  

1. Jänner 2020: Für heute haben wir uns viel vorgenommen. Wir wollen auf den Mount Hobson gehen. Es gibt drei Tracks hinauf, wir haben den als "easiest and shortest" beschriebenen ausgesucht (eine Strecke drei Stunden). Um 10 Uhr gehen wir los. Das Wetter könnte nicht besser sein (Sonne, etwas Wind, nicht zu warm). Der Weg (Palmer's Track) beginnt mit dem Windy Canyon, führt über Wege entlang der Felsen, über schmale Holzbrücken, unzählige Stufen zum ersten Grat. Wir haben wunderbare Ausblicke. Obwohl der Mount Hobson nur 627 m hoch ist, legen wir weit mehr Höhenmeter zurück. Wir wandern drei Mal Hügel bergauf und bergab, umgeben von bunt blühenden Büschen, bis wir zum Fuß des Mount Hobson kommen.  

Der letzte Aufstieg beginnt mit ein wenig Kraxeln. Auf allen Vieren überwinden wir felsiges und steileres Gelände - und denken daran, dass wir da am Rückweg auch wieder hinunter müssen. Dann geht es weiter durch einen sehr dichten, ursprünglichen Wald mit einigen großen, stattlichen Kauris, die mehrere hundert Jahre alt sind und Nadelbäumen. Bis zum Gipfel folgen 40 Minuten nur Stufen steigen! Das geht ordentlich in die Beine. Die sehr aufwändig an das Gelände angepassten Holzstufen wurden gemacht, um die Sturmvögel (black petrels, Flügelspannweite mehr als 1 Meter), die hier in diesem dichten Wald in Erdhöhlen ihre Nester haben, nicht zu stören. Wir treffen auf ein Biologen-Team, das gerade dabei ist, einen brütenden Vogel zu markieren. Diese seltenen Seevögel brüten nur auf dem Great Barrier und Little Barrier Island in Neuseeland. Die brütenden Vögel und Eier (nur jeweils ein Ei) sind durch wilde Katzen und Ratten gefährdet. Die erwachsenen Vögel verbringen viele Monate am Meer, fliegen bis Südamerika und kommen nur zum Brüten wieder zurück.

Nach drei Stunden (wie angegeben) bergauf und bergab und gefühlten tausend Stufen kommen wir am Gipfel an. Wir sind nicht alleine. Auch einige andere haben das neue Jahr mit dieser sportlichen Wanderung begonnen. Wir lachen (auch deutlich jüngere als wir) über die Beschreibung "the easiest and shortest track to the summit". Der 360° Rundumblick ist trotz Dunst überwältigend.

Für den Rückweg benötigen wir ebenfalls drei Stunden. Um 5 Uhr am Nachmittag sind wir wieder zurück in Port Fitzroy - und an der Burger Bar zur Stärkung. Wir sind ziemlich geschafft und sehr zufrieden mit uns. 

Am Nachmittag des 5. Jänner beobachten wir orange Wolken, die sich rasch zu einer dichten Wolkendecke zusammenziehen und es ist ungewöhnlich dunkel, sodass wir das Licht einschalten müssen. Nach zwei Stunden ist der Himmel wieder wolkenlos und es scheint die Sonne. Wir denken sofort an die Waldbrände in Australien.

Auf der Südinsel sind die Gletscher nicht mehr weiß, sondern durch die Asche aus Australien ockerfarben.  

8. Jänner: Nach mehr als zwei Wochen im Nordteil des Great Barrier Islands ist es wieder Zeit, die Segel zu setzen. Wir segeln die Westküste entlang zum südlichen Teil der Insel und ankern nach 6 Stunden und 23 Seemeilen in der Shoal Bay von Port Tryphena. 

Die Bucht ist gut besucht, aber nicht überlaufen. Vorwiegend neuseeländische Motorboote liegen hier vor Anker. Es gibt - wie im Nordteil der Insel in Port Fitzroy - eine Anlegestelle für die Auckland-Fähre mit einem komfortablen Dinghy-Steg.

9. Jänner: Auf dem Weg zum Einkaufen - wir müssen uns für die ersten Tage auf Coromandel, unserem nächsten Ziel, verproviantieren - kommen wir bei einer Autovermietung vorbei. Wir können spontan (ohne Führerschein) ein Auto mieten, machen unseren Einkauf - wir sind von der Auswahl positiv überrascht - und fahren anschließend auf die andere Seite der Insel zur Ostküste. Wir haben Lust auf Strand.

Die Straßen sind auch hier schmal und wir sind froh, dass wenig Gegenverkehr ist. Die Vegetation, die dicht an die Straße heranwächst, ist üppig und saftig grün. Wir fahren über mehrere Hügel und nach ca. einer Stunde schauen wir auf die malerische Küste mit von Felsen begrenzten, langen Sandstränden hinunter. 

In der Oruawharo Bay verbringen wir einen sehr entspannten Nachmittag auf dem weitläufigen Sandstrand. 

In der Sonne und windgeschützt ist es angenehm warm. Ein paar Surfer und beherzte Schwimmer sind im Wasser. Die meisten liegen im Windschutz der Dünen in der Sonne. Auf dem mehrere Kilometer langen Strand verteilen sich etwa zwei Dutzend Besucher.

Den Tag lassen wir auf der Terrasse des Currach Irish Pub - einem charmanten Lokal, in dem wir sehr guten Fisch essen - ausklingen.

10. Jänner: Kurz nach 10 Uhr verlassen wir das Great Barrier Island und segeln zur Nordspitze der Halbinsel Coromandel, die man in der Ferne sehen kann. Wir setzen das Groß mit zweitem Reff noch am Anker, weil wir außerhalb der Bucht mehr Welle und Wind erwarten. Als wir aus der Abdeckung der Bucht hinaus in die größere, davorliegende Bucht kommen, überraschen uns Wind und Böen bis 30 Knoten, verbunden mit einer seitlichen kurzen, steilen und 1,5 m hohen Welle. Wir sind froh, als wir uns endlich frei segeln können und wir tieferes Wasser erreichen, wo dann auch die Wellen moderater werden. Auf der restlichen Fahrt bleibt der Wind um die 20+ Knoten (vorhergesagt waren bis zu 15 Knoten), den vorhergesagten Windwinkel von 50° zum Ziel haben wir leider auch nicht. 

Halbinsel Coromandel

10. Jänner -  7. Februar 2020

10. Jänner: Kurz vor 14 Uhr ankern wir in der Sandy Bay, die am Anfang der Ostküste von Coromandel, nur 13 Seemeilen von unserem letzten Ankerplatz am Great Barrier Island entfernt, liegt. Wir haben die große Bucht ganz für uns alleine. 

11. Jänner: In der Früh verlegen wir uns in die 3 Seemeilen entfernte Stony Bay, weil von hier der Coastal Walk beginnt. 

Coastal Walk

Das Wetter für die 20 km lange Wanderung - wolkenloser Himmel - passt perfekt. Der Weg ist abwechslungsreich. Die erste Stunde wandern wir leicht bergauf im dichten Busch, dann geht es ziemlich hügelig im schattigen Wald dahin. 

Auf dem letzten Teil des Tracks haben wir von hoch oben einen phantastischen Ausblick auf die Küste mit ihren beeindruckenden Felsformationen und in der Ferne auf das Great Barrier Island.

Über ausgedehntes Weideland wandern wir hinunter zur Fletcher Bay (an der Nordspitze von Coromandel), dem Ende des Coastal Walks. Von hier geht es den selben Weg wieder zurück zur Stony Bay, wo unser Boot - wie in der Sandy Bay - alleine in der großen Bucht liegt. Nach 8 Stunden auf den Beinen ziehen wir das Dinghy vom steinigen Strand ins Wasser (es gibt leider keinen Dinghy-Steg) und sind froh, endlich zurück zu sein. Felix hört den Außenborder vom Dinghy und erwartet uns bereits sehnsüchtig auf der unteren Stufe unseres Bootes sitzend.

 

Kurz vor Sonnenuntergang verlegen wir uns wieder in die Sandy Bay, da wir wegen der hohen Berge rundherum nicht einmal einen Iridium-Empfang (Internet ohnehin nicht) haben. 

12. Jänner: Wie geplant, segeln wir heute die Ostküste von Coromandel weiter entlang Richtung Süden nach Whitianga. Wir haben vor zwei Wochen in der Whitianga-Marina - der einzigen Marina auf Coromandel - einen Platz angefragt, leider gibt es für Boote mit 7 m Breite keinen. Es ist wenig Wind und wenig Welle, sodass wir mit etwas Motorunterstützung angenehm dahinsegeln.

Whitianga

13. Jänner - 28. Jänner 2020

Nach 33 Seemeilen erreichen wir am späten Nachmittag den Whitianga Harbour, nur wenige Minuten zu Fuß vom Ort Whitianga entfernt, wo wir ankern wollen. Das Anker- und Bojenfeld, das vor dem Marina-Eingang liegt, ist zwar groß, aber voll mit Booten, die an Bojen liegen. Erschwerend kommt hinzu, dass hier immer - mit Ausnahme zur Zeit des Stillwassers - eine sehr starke Strömung herrscht und das Wasser stellenweise (nicht markiert und nicht sichtbar) sehr seicht ist. Der Tidenhub beträgt 2 Meter. Nachdem wir kurz 1,4 m Tiefe - zwar bei Niedrigwasser - haben (bei 1,35 m Tiefgang), machen wir uns auf die Suche nach einem anderen Ankerplatz.

Der ist, was die Tiefe anlangt zwar besser, allerdings kommen wir durch die Strömung relativ nahe an eine freie Boje heran. Es besteht die Gefahr, dass sich das Tau, an dem die Boje hängt, bei uns im Ruder oder der Schraube verfängt. Wir beobachten bis nach Mitternacht die Situation und obwohl wir den Ankeralarm einschalten, findet Erwin keine Ruhe und schaut dann noch mehrmals nach. Durch die starke Strömung hören wir die Aufhängungen der Hahnepots vibrieren - und können das Geräusch nicht ausschalten - was wir so noch nie erlebt haben und was etwas gewöhnungsbedürftig ist. 

14. Jänner: Es regnet. Ein durchnässter, zerzauster Kormoran kommt uns besuchen.

 

Wir warten auf Stillwasser und suchen erneut einen anderen Ankerplatz. Hoffentlich passt der endlich.

17. Jänner: Heute haben wir uns mit Veronika und Robert von der Seven Seas in Whitianga getroffen, die wir zuletzt im Juli 2018 in Tahiti gesehen haben. Sie sind seit November in Neuseeland und zur Zeit mit einem Wohnmobil unterwegs. Ihr Boot steht in der Marina in Whangarei. Dass das Treffen heute geklappt hat, hat uns sehr gefreut. 

Whitianga, ein Ort mit um die 5000 Einwohner, liegt günstig zu einigen der Top-Sehenswürdigkeiten von Coromandel. Wir beschießen, ein Auto zu mieten und rund eine Woche hier zu bleiben. Es sind viele Touristen unterwegs. In der Hauptstraße und insbesondere entlang der Hafenanlage reihen sich Restaurants, Cafes und Bierlokale aneinander. Immer gut besucht ist das Grace O'Malleys Irish Inn nahe der Anlegestelle der Fähre am Hafen. Das Essen ist zwar eher Durchschnitt, aber man sitzt sehr angenehm im Freien und hat einen schönen Blick auf den Hafen und die Back Bay.  

18.Jänner: Wir besteigen den für die Maori bedeutsamen Whitianga Rock, von dem wir einen schönen Ausblick auf die Back Bay, Whitianga und Hafen haben. Whitianga ist benannt nach seinem polynesischen Entdecker Kupe (Te Whitianga a Kupe), der um 950 mit seinem Boot von Französisch Polynesien kommend nach Neuseeland segelte.   

Danach wandern wir über einen Rundwanderweg auf das Shakespeare Cliff neben der Maxmill Bay. 

Cathedral Cove

Mit dem Mietauto fahren wir zum ca. 40 km entfernten Ort Hahei. Von dort führt ein einstündiger Wanderweg hoch oben entlang der Klippen zum Cathedral Cove. Zum Strand hinunter gelangt man dann über viele Stufen. Cathedral Cove gehört zu Recht zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Neuseelands. Die Felsformationen sind imposant. Der gesamte Strandabschnitt ist wunderschön. Wir sitzen im Schatten und schauen den Wellen zu.

Waihi

22. Jänner: Als nächstes besuchen wir die 115 km entfernte Goldgräberstadt Waihi, wo seit 140 Jahren Gold und Silber abgebaut wird. Der Goldabbau erfolgt in einer offenen Grube im Tagebau mitten in der Stadt und teils auch unter Tag. Das hat zu dem Beinamen "Waihi hat ein Herz aus Gold" geführt. Die Gewinnung der Edelmetalle erfordert einen hohen technischen Aufwand. Wenn der Bergbau wegen Erschöpfung geschlossen werden muss, wird die Region vor großen Problemen stehen (ca. 43% der Wirtschaftsleistung der Region). Das alte Pumpenhaus ist das Wahrzeichen der Stadt.

Karangahake Gorge Reseve

Nur wenige Kilometer von Waihi entfernt befindet sich das Karangahake Gorge Reserve. Ein Beispiel des früheren Goldabbaus in Neuseeland unter schwierigen Umweltbedingungen. Bei einer wunderschönen Wanderung durch die Klamm und das ausgedehnte Tunnelsystem kommt man an den noch erhaltenen Zeugen des alten Bergbaus vorbei. 

Coromandel Town

23. Jänner: Heute fahren wir nach Coromandel Town, das an der Westküste der Halbinsel, fast gegenüber von Whitianga, liegt. Es sind nur 42 km, allerdings ziemlich hügelige. Die Hauptattraktion des Ortes ist die Driving Creek Railway. Die Schmalspurbahn führt durch hügeliges, dicht bewachsenes Gelände, über Brücken und Tunnel zu einem Aussichtsturm. Entlang der Strecke ist ein Sammelsurium von Töpferarbeiten ausgestellt. 

Waiau Kauri Grove

Auf der Rückfahrt von Coromandel Town nach Whitianga nehmen wir eine nicht befestigte Straße zum Waiau Kauri Grove. Für uns sind die Kauris immer wieder ein besonderer Anziehungspunkt. Was wir hier zu sehen bekommen, haben wir nicht erwartet. Wir zählen auf einem Fleck 8 Kauris, um die 600 Jahre alt, die majestätisch, kerzengerade und gesund in die Höhe ragen. Wir sind überwältigt. Im Gegensatz zum ältesten Kauri von Neuseeland im Waipoua Forest (2000 Jahre alt), sind die Kauris hier nicht eingezäunt.   

Thames

25. Jänner: Für heute haben wir uns die an der Westküste von Coromandel liegende Goldgräberstadt Thames vorgenommen. Goldfunde haben in Neuseeland eine große Rolle gespielt - einfach durch Auswaschen aus dem Sand am Strand (wie in Okarito auf der Südinsel) oder gebunden in Quarzgestein, aus dem es durch aufwändige Prozesse herausgelöst werden muss.  

 

Der junge Kormoran ist uns treu geblieben. Er kommt täglich in der Früh auf das Boot. Nachdem er im Wasser war, wärmt er sich bei uns in der Sonne auf. 

 

Am 28. Jänner verlassen wir Whitianga und fahren Richtung Norden zum 16 Seemeilen entfernten Great Mercury Island. Wir benötigen fast 5 Stunden, da ab ca. der Hälfte der Fahrt der Wind mit bis zu 20 Knoten von vorne kommt (vorhergesagt war schwacher Wind aus der richtigen Richtung). Zusätzlich haben wir eine starke seitliche Strömung. Wir ankern in der Peachgrove Bay an der Westseite der Insel. 

Great Mercury Island

28. Jänner - 2. Februar 2020

Die Bucht, in der wir den Anker fallen lassen, ist ganz besonders schön. Zwei Strände mit feinem, weißem Sand sind von hohen, steilen Felsen umgeben. Das Wasser ist kristallklar. Es liegen noch weitere 6 Bote vor Anker. Die Insel ist in Privatbesitz von zwei Neuseeländern.  

Mit dem sich verstärkenden Südwestwind baut sich in der Bucht innerhalb kurzer Zeit ein sehr unangenehmer Schwell auf. Das Boot schwankt und die Sachen beginnen hinunter zu fallen. Uns wird klar, wir müssen hier (leider) rasch weg.

31. Jänner: Wir fahren um die Insel herum zur Ostküste und ankern in der Rocky Bay, die vor südwestlichen Winden geschützt ist. Es sind nur 7 Seemeilen.

Malerische Felsen umgeben die Bucht, in der wir eine angenehme und ruhige Nacht verbringen. Allerdings gibt es hier weder einen Strand noch Wanderwege und auch keinen Internetempfang. Kein Ankerplatz zum Bleiben.

1. Februar: Auf der Suche nach einem anderen geschützten Ankerplatz entscheiden wir uns für den 8 Seemeilen entfernten Huruhi Harbour, der sich zwar wieder auf der Westseite der Insel befindet, aber dadurch, dass er tief eingeschnitten liegt, guten Schutz vor den südwestlichen Winden bietet. Es ist ein sehr seichter Naturhafen. Auf der Suche nach einem geeigneten Platz variiert die Anzeige des Sonars zwischen 3 und 6 Meter bei 40 cm unter Hochwasser bei einem Tidenhub von 1,4 Meter. Das bedeutet, von 3 Metern Tiefe müssen wir noch einen Meter abziehen, das ist bei unserem Tiefgang von ca. 1,50 m (ohne Beladung 1,35 m) schon ziemlich knapp. Private Bojen an den tieferen Stellen machen es auch nicht einfacher. Wir ankern schließlich bei 3,2 m Tiefe. Nachdem alle paar Minuten der Flachwasseralarm mit einer Anzeige von 2 Metern ausgelöst wird, lotet Erwin mehrmals die Tiefe rund ums Boot, misst immer etwas über 3 Meter, meint, das Sonar zeigt falsche Werte an und schaltet die Elektronik aus. Um 19:30 Uhr ist Niedrigwasser - wir sitzen, wie angenommen, nicht auf.

Bis zum Einbruch der Dunkelheit füllt sich innerhalb kurzer Zeit die Bucht mit Motor- und Segelbooten. Es sind vor allem Neuseeländer mit ihren Motorbooten, die die Nacht hier verbringen. Vor uns haben sich drei große Motorboote (nur das mittlere Boot ist geankert) platzsparend zusammengehängt. Wie schon im Whitianga Harbour liegen wir wieder im Tidenstrom. Zum Glück ist er hier nicht so stark und wir drehen uns nur um 90°. Im Whitianga Harbour waren es beim Wechsel von Ebbe und Flut 180°. Auch das kein Ankerplatz zum Bleiben.

2. Februar: Am späten Vormittag verlassen wir den geschützten Hafen. Eine Wetterprognose sagte 3 Knoten, drei weitere rund 13 Knoten Wind voraus. Draußen haben wir dann bis zu 33 Knoten Wind auf die Nase mit ruppiger Welle. Wir müssen mit beiden Motoren fahren, um halbwegs weiter zu kommen, vorübergehend können wir das Vorsegel setzen und einen Motor wegnehmen. Wir fahren vom Great Mercury Island wieder auf die Halbinsel Coromandel hinüber. Für die 14 Seemeilen benötigen wir 4 unangenehme Stunden. 

In der Potiki Bay, die im oberen Teil an der Ostküste von Coromandel liegt, ankern wir. Erwin hört im Cockpit ein Schnaufen - das kennen wir schon - es sind Delphine neben unserem Boot. Ca. eine Stunde können wir die kleine Gruppe beobachten, wie sie offensichtlich jagend die weite Bucht durchstreifen und immer wieder ganz nahe bei uns vorbeikommen. Wir sind immer wieder aufs Neue von der ruhigen, kraftvollen Eleganz der Delphine fasziniert.

3. Februar: Der Wind wird laut Vorhersage noch drei weitere Tage aus Südwesten mit um die 20 Knoten kommen. Für unser nächstes Ziel, dem Waiheke Island, ca. 40 Seemeilen entfernt, ist das die falsche Richtung. Zu weit mit zuviel Wind und Welle von vorne. Auch mit Motor wahrlich kein Vergnügen. Bis sich die Windrichtung wesentlich ändert (Süd- bzw. Ostwind), werden wir einige Tage hier bleiben (müssen).

7. Februar: Am Vormittag verlassen wir die einsame Potiki Bay, in der wir 4 Tage das einzige Boot waren, segeln zuerst nach Norden um das Cap von Coromandel, dann weiter nach Westen zum Waiheke Island. Wir haben wenig Wind und müssen die meiste Zeit motoren. Nur für kurze Zeit können wir den Code Zero und das Vorsegel einsetzen. Nach 6 Stunden und 39 Seemeilen lassen wir in der Oneroa Bay an der Nordseite von Waiheke den Anker fallen.

Waiheke Island

7. -   23. Februar 2020

Waiheke ist nach dem Great Barrier Island die zweigrößte Insel im Hauraki Golf. Sie ist mit der Fähre nur 40 Minuten vom Zentrum Aucklands entfernt und eine bei den Neuseeländern sehr beliebte Urlaubsinsel. Sie hat auch den Beinamen "Weininsel", da hier ein besonderes guter Tropfen gedeiht. Davon konnten wir uns bereits in einer der Wineries überzeugen. In Waiheke leben rund 8000 Menschen. In Oneroa, dem größten Ort der Insel, der etwas erhöht liegt, ist jetzt im Sommer besonders viel los. Man kann hier sehr gut einkaufen und von den Terrassen einiger Lokale und Restaurants hat man einen attraktiven Blick auf die weitläufige Bucht. 

In der Oneroa Bay liegen sehr viele (um die 50) Boote vor Anker und am langen Sandstrand herrscht Urlaubsstimmung. Kurz nach dem Ankern um 16 Uhr kommen zur Begrüßung zwei Enten mit lautem Gequake geschwommen und betteln um Futter.

Entgegen aller Vorhersagen nimmt gegen Abend der Wind und damit der Schwell aus Norden sehr rasch zu. Immer mehr Boote verlassen die nach Norden offene Bucht. Nachdem der Schwell schon rund einen Meter Wellenhöhe hat und unser Boot heftig zu stampfen beginnt, nehmen wir den Anker auf und fahren etwas weiter aus der Bucht hinaus ins tiefere Wasser und ankern bei 11 m (vorher waren es 5 m). Da es inzwischen finster ist, kommt eine Fahrt zu einer geschützten Bucht auf der Südseite der Insel für uns nicht mehr in Frage. Der Schwell ist heftig, aber reichlich Kette dämpfen die Bootsbewegungen und so ist die Nacht erträglich. 

8. Februar: Obwohl der Wind nach wie vor aus Norden kommt und laut Vorhersage am Nachmittag zulegen soll, kommen ständig Boote in die Bucht und zu Mittag ist sie schon wieder ziemlich voll. Es sind fast nur neuseeländische Boote. An sich wollten wir zu Mittag in eine geschützte Bucht an der Südseite der Insel fahren. Wir fragen uns, ob die Neuseeländer lokale, bessere Wetterinformationen haben als wir. Laut Auskunft eines freundlichen Motorbootfahrers soll sich der Wind mit einströmender Flut am Nachmittag von Norden nach Südwesten drehen. Wir beschließen zu bleiben. Tatsächlich dreht der Wind nach Südwest und der Schwell ist weg.  

9. Februar: Wir machen eine fast 4-stündige, landschaftlich reizvolle Wanderung entlang der Küste (Te Ara Hura Walk) von der Oneroa Bay auf die andere Seite (der Südseite) der Insel zur Matiatia Bay. In der Matiatia Bay legt die Auckland-Fähre an und von hier gibt es auch Busse und Taxis zu allen Orten auf der Insel. Wir sind genug gewandert und nehmen den Bus zurück nach Oneroa. 

15. Februar: Noch vor dem Frühstück verlassen wir die Oneroa Bay, da der Wind wieder auf Norden gedreht hat und der Schwell - bereits in der Nacht - sehr heftig geworden ist. Wir segeln zur 7 Seemeilen entfernten Huruhi Bay, die an der Südseite der Insel liegt. Die Bucht ist weit und groß. Platz ist kein Problem, obwohl sehr viele Boote vor Anker liegen. Zum Strand ist es mit dem Dinghy weit, aber das Anlanden ist ausgesprochen angenehm. Das Wasser wird rasch tiefer, sodass man den Außenborder erst ganz zum Schluss aus dem Wasser heben muss und mit etwas Geschick die Füße nicht einmal nass werden. 

In der unmittelbaren Nähe befindet sich der kleine Ort Blackpool. Wir benützen die öffentlichen Busse, die die Ortschafen der Insel - die ja nicht sehr groß ist - miteinander verbinden und sind dadurch mobil.

19. Februar: In der Früh hat der Wind von Norden auf Südwesten gedreht und wird auch in den nächsten Tagen so bleiben. Das bedeutet, dass wir hier nicht mehr geschützt sind und ein ziemlicher Schwell zu erwarten ist, da die Bucht seicht und offen nach Südwesten ist. Wir müssen also wieder zur Nordseite der Insel segeln. Wir werden die Oneroa Bay ansteuern, die wir schon kennen und die uns gut gefällt.

Für das Anker-auf Manöver versuchen wir die Motoren zu starten. Das war zwar schon seit einiger Zeit mühsam, aber heute rührt sich, trotz Zuhilfenahme des Generators, erst einmal gar nichts. Wir sind schon etwas nervös, als nach ca. 20 Minuten die Motoren doch noch starten. Wir wollten mit dem Kauf der neuen Starterbatterien zwar bis zur Gulf Harbour Marina warten, wo wir am 27. Februar einen Haul Out gebucht haben, was nun nicht mehr ratsam ist. Auf die Bootsmotoren müssen wir uns immer verlassen können. Die Starterbatterien müssen akut getauscht werden.

Wir rufen in der Pine Harbour Marina an, die nur ca. 7 Seemeilen vom Waiheke Island entfernt ist. Es gibt dort zwar keinen Platz für unser Boot, aber wir können die Starterbatterien kaufen und wir dürfen am Reparatur-Dock anlegen, damit Erwin die Batterien einbauen kann. 

Die Marina hat eine Anlegestelle für Fähren, die halbstündlich am Reparatur-Dock entlang fahren. Durch unseren Katamaran ist die freie Wasserspur so schmal geworden, dass die Fähren gerade noch vorbei kommen, wobei die Fährkapitäne gelassen und freundlich reagieren. Nervös reagieren nur die Marina-Angestellten. Wir werden als "navigational hazard" für den Funkverkehr gemeldet.

Bis wir vom Reparatur-Dock wieder ablegen können, ist es 16:30 h geworden und der Wind aus Südwest hat auf 18 Knoten zugelegt. Wir segeln zur Oneroa Bay und können zweieinhalb Stunden später in der ziemlich vollen Bucht den Anker fallen lassen.

Leider war das noch nicht Alles für heute. Als Erwin den Wassermacher, den wir während der Fahrt laufen hatten, ausschalten will, reagiert er nicht und die Pumpe läuft weiter. Die Trennung vom Elektronikbord bringt keinen Effekt. Der Wassermacher hat keine eigene Sicherung zum Ausschalten, weshalb Erwin in den Raum unter dem Bett der Heckkabine muss (Stauraum für Koffer etc.), um die Pumpe vom Stromkreis mechanisch zu trennen. Der Wassermacher, der dreieinhalb Jahre problemlos und zu unserer Zufriedenheit funktioniert hat, ist nun ausgefallen und wir können mit 1/3 vollen Wassertanks die nächsten 7 Tage bis zur Gulf Harbour Marina nur mit äußerster Sparsamkeit überstehen.

20. Februar: Wir haben Glück. Erwin ruft die Trockendock-Managerin Jan in der Gulf Harbour Marina an und sie kann uns auf Grund einer Absage einen Haul Out Termin für den 24. Februar (drei Tage früher und unser ursprünglicher Wunschtermin) geben. Somit ist das Wasserproblem etwas entschärft und wir sind zuversichtlich, den Wassermacher in der Marina reparieren zu können.

Der Wind sollte für einige Tage aus Südwesten kommen, dreht aber zu Mittag bereits auf Nordwest. Wir müssen also schon wieder zur Südseite der Insel fahren, um dem Schwell, der hier - wie wir aus leidiger Erfahrung wissen - sehr heftig wird, zu entkommen (nach einer Nacht im Schwell wacht man gewellt - äh gerädert, auf). Die Bucht, in der um die 40 Boote waren, leert sich sehr rasch. Wir gehen noch einkaufen und als wir nach einer Stunde zurück kommen, ist der Schwell schon unangenehm und mit uns sind nur mehr drei Boote da. Also rasch weg. Wir steuern wieder die Huruhi Bay an. So wie die anderen Boote auch "pendeln" wir die 7 Seemeilen zwischen Nord- und Südseite der Insel hin und her.

22. Februar: Nach 45 Tagen regnet es heute für drei Stunden - nicht genug für die Natur. Ein kleines Gewitter ist auch dabei und danach dreht der Wind von Norden nach Südwesten. Also wieder zur Nordseite der Insel. Für das Anker-auf Manöver starten die beiden Motoren erwartungsgemäß prompt, danach stirbt der Steuerbordmotor aber ab. Das nächste Problem. Das darf nicht wahr sein. Praktisch für alle Manöver, insbesondere bei engen Platzverhältnissen, braucht man mit einem Katamaran beide Motoren. 

Für das Ankern dann später in der Oneroa Bay haben wir nur den Backbordmotor, was bei 16 Knoten Wind nicht ganz einfach ist. Zuerst denken wir an die Möglichkeit, dass etwas in die Schraube gekommen sein könnte und diese blockiert (z.B. eine Angelschnur - Fischen "Game Fishing" ist in Neuseeland Nationalsport). Es könnte aber auch - wieder einmal - die Elektronik, d.h. die "Black Box" sein. Wir hatten ja von Anfang an Probleme mit der "Black Box" des Backbordmotors, die in den 3 1/2 Jahren 5 x getauscht werden musste, zuletzt vor einem Jahr in Opua.

 

Die Enten in der Oneroa Bay sind ausgesprochen hungrig. Wir füttern sie täglich.

 

23. Februar: In der Früh tauscht Erwin die "Black Box" des Steuerbordmotors, die im Gegensatz zum Backbordmotor bis jetzt (1145 Stunden) problemlos funktioniert hat gegen eine neue, die wir als Reserve am Boot mit hatten. Der Motor springt sofort an und läuft weiter. Es war also die Elektronik und Erwin muss nicht in das kalte Wasser zur Schraube.

Zu Mittag verlassen wir Waiheke Richtung Norden. Noch am Anker setzen wir das Groß, was eine gute Idee war, denn außerhalb der Bucht haben wir Wind zwischen 25 und 28 Knoten und eine seitliche Welle. Es wird ein sportliches Segeln mit 7,5 Knoten maximaler Geschwindigkeit. Nach 15 Seemeilen ankern wir in der Okoromai Bay, die nur 2 Seemeilen von der Gulf Harbour Marina entfernt auf der Whangaparaoa Halbinsel liegt, wo wir morgen zu Mittag den Haul Out Termin haben.

Die Bucht ist sehr klein - mehr als ein Boot hat hier kaum Platz - und seicht, umgeben von fast senkrechten, malerischen Felsen und ist bei Südwestwind, den wir aktuell haben, ganz gut geschützt. Der Wind dreht aber zunehmend immer mehr nach Süden und so müssen wir einen geschützten Ankerplatz auf der Nordseite der Halbinsel suchen. Wir nehmen nach zwei Stunden den Anker wieder auf und segeln um die Spitze der Halbinsel herum zur Nordseite.

Es sind zwar nur 6 Seemeilen, die haben es aber in sich. Die Hälfte der Strecke haben wir Gegenwind und eine stürmische See (Wind bis zu 31 Knoten). Mehrmals steigen Wellen ins Cockpit und überschwemmen alles - inklusive uns am Steuerstand. Besonders wild wird es bei der Umrundung der Spitze der Halbinsel, danach haben wir raumen Wind und die Welle von hinten. 

In der Army Bay auf der Nordseite der Halbinsel lassen wir gegen 18 Uhr den Anker fallen. Es ist eine weite Bucht mit einem für neuseeländische Verhältnisse gut besuchten Sandstrand (6 Leute und zwei Hunde), der auch von Felsen begrenzt wird. Wir sind das einzige Boot in der Bucht. Der Wind bleibt stark, aber das Boot liegt ohne Welle ruhig. 

 

In der Nähe befindet sich der Shakespeare Park, den lassen wir aus.

 

Wir wünschen uns einen ruhigen Abend und eine ebensolche Nacht ohne Ankeralarm.

24. Februar: Erfreulicherweise lässt der Wind am Vormittag deutlich nach. Bei Sonnenschein, wenig Wind und Welle umrunden wir wieder die Spitze der Halbinsel und fahren an der Okoromai Bay vorbei zur Gulf Harbour Marina, wo wir um 1:30 Uhr den Haul Out haben. Um 15 Uhr sind wir auf unserem Platz am Hardstand.

Gulf HarbourMarina

24. Februar 2020 - 

Die Marina ist groß - über 1000 Plätze im Wasser - und voll. Um die Marina herum hat sich eine Wohnbebauung mit gehobenem Standard entwickelt. Ein regelmäßiger Fährverkehr verbindet die Marina mit dem Zentrum von Auckland. 

Am Hardstand herrscht emsige Betriebsamkeit. Zwei Kräne heben laufend Boote aus und in das Wasser. Pünktlich um 7:30 beginnt das Piepsen, wenn die schweren Geräte im Retourgang fahren. Bis 17 Uhr ist es laut - auf allen Booten wird gearbeitet.

27. Februar: Wir müssen den Aufenthalt am Hardstand, der für eine Woche geplant war - wir wollten das Antifouling erneuern und das Boot pflegen - verlängern. Neben einigen Reparaturen ist noch ein ziemliches Problem dazugekommen: Gestern haben wir per Email die verstörende Nachricht unserer Yachtversicherung bekommen, dass zwei Typen Fluchtluken der Firma Goiot auf Katamaranen nicht sicher sind. Wir sind leider betroffen. Wir sollen unverzüglich den nächsten Hafen anlaufen und die Fluchtluken wie von Goiot vorgegeben nachrüsten bzw. sichern. Zufälligerweise hat uns diese Nachricht in der Marina erreicht. Wir haben sofort mit Yachten Meltl (unser Händler aus Bayern) und Nautitech (Erzeuger in Rochefort) bezüglich des Procedere Kontakt aufgenommen. Von beiden haben wir noch keine Reaktion. Wir hätten erwartet, dass man uns bei einem so schwerwiegenden Mangel direkt informiert. 

 

Es besteht die Gefahr, dass sich das Glas, das außen an den Rahmen der Fluchtluke angeklebt ist, löst. In jedem Rumpf befindet sich eine Fluchtluke knapp über dem Wasserspiegel. Schon bei einer moderaten Welle würde das Boot in wenigen Minuten volllaufen. Nicht auszudenken, wenn so etwas auf einer Überfahrt passiert.

 

Am 9. März haben wir von Nautitech ein Repair Kit zugeschickt bekommen. Es sind zwei Aluwinkel, die auf der Innenseite der Fluchtluken mit einem 3M Doppelklebeband an das Acrylglas zu kleben sind. Also wieder nur kleben. Die Bohrlöcher auf den Aluwinkeln sind unerwähnt. Für uns nicht vertrauenserweckend. Erwin überlegt eine sicherere Lösung. 

Inzwischen wurde das Antifouling erneuert und die Auspuffe wurden durch Auspuffe aus Edelstahl ersetzt. Beim Generator musste der Temperaturfühler ersetzt und der durchgerostete Auspuffschalldämpfer repariert werden. Die beiden Bootsmotoren haben neue "Black Boxen" (Recall-Aktion von Volvo) bekommen. Für den Wassermacher haben wir ein neues Relais besorgen lassen, das noch auf den Einbau wartet. 

Für unsere nächste Destination - Australien - haben wir endlich die elektronischen Karten von Garmin herunterladen können. In der Gulf Harbour Marina sind wir immer wieder am schwachen Internet gescheitert. Wir sind deshalb mit der Fähre nach Auckland in die Geschäftsstelle von Vodafone gefahren und dort haben wir, nachdem wir unser Problem erklärt hatten, von einer netten Mitarbeiterin eine schnelle Leitung bekommen und in einer halben Stunde war es erledigt.  

Bruce, ein echter Maori (Vater und Mutter sind Maori) und unser Nachbar am Hardstand ist unglaublich freundlich, liebenswürdig und hilfsbereit. Von ihm haben wir sehr wertvolle Tipps für Pflegeprodukte (Edelstahl etc.) bekommen. Er hat eine Spezialfirma für Edelstahlprodukte für Yachten. Von ihm stammen auch unsere neuen Auspuffe, die sicher nicht mehr rosten werden. 

14. März: Heute gab es die Schiffstaufe der VoodooWoman von Bruce und Carol (eine 57 Fuß Benneton). Carol hat sie sehr charmant zelebriert. Es war eine gelungene Party mit viel Stimmung, viel Champagner und vielen Gästen - das Coronavirus ist in Neuseeland noch nicht richtig angekommen. Heutiger Stand sind 8 positiv getestete Personen. 

15. März: Soeben hat uns Stefan mitgeteilt, dass sein Flug am 30. Mai nach Australien, den er schon früh gebucht hatte, annulliert wurde. Wir wollten wieder wie schon in Tahiti und Fidschi einen gemeinsamen Tauchurlaub verbringen. Dieses Mal am Great Barrier Riff. Wir können uns derzeit nicht wiedersehen, das ist sehr traurig. Bis vor kurzem war eine von einem Virus ausgelöste weltweite Krise unvorstellbar. 

19. März: Die Ereignisse überschlagen sich. Australien hat seine Grenzen dicht gemacht. Bis heute konnte man noch mit einer 14-tägigen Quarantäne einreisen, die wir mit der Überfahrt in der Tasman See von Auckland nach Bundaberg hinter uns gebracht hätten. Fast im gesamten Pazifikraum sind die Grenzen der Inselstaaten inzwischen geschlossen. Wir können nicht weiter segeln, weil wir nirgends anlegen können. Unser Visum in Neuseeland läuft mit 30. April ab. Nach Wien gibt es nur mehr einzelne Linienflüge. Wir haben das Gefühl, in einer Falle zu sitzen. 

25. März: Ab heute gilt in Neuseeland, vorläufig für 4 Wochen, Alert Level 4. Die Marina hat ihren Betrieb, mit Ausnahme von Security, Müllentsorgung und Reinigung, eingestellt. Kommunizieren kann man über E-Mail (Home Office). 

 

Unsere Crocodile bleibt am Hardstand. Wir warten auf den Flug nach Wien (9. April mit Qatar Airlines). Wir hatten uns bereits für die Überfahrt nach Australien verproviantiert, das werden wir jetzt aufessen. 

 

1. April: Bruce hat uns heute mit einem traditionellen Kiwi Roastbeef Dinner, zubereitet von ihm und Carol, verwöhnt. Dazu hat er einen neuseeländischen Sekt mitgebracht. Das Social distancing haben wir selbstverständlich eingehalten. Es hat hervorragend geschmeckt und hat uns große Freude gemacht.  

3. April: In der Marina gibt es einige Rochen, die elegant durch das Wasser gleiten und auch Fische, die das Katzenfutter von Felix lieben.