Wir segeln durch den Dominica-Martinique Channel, der Wind mit 20 - 27 Knoten kommt aus Ost und Ost-Süd-Ost. Besser wäre statt der Süd- eine Nordkomponente, trotzdem sind wir mit +/- 7 Knoten Bootsgeschwindigkeit, maximal 8,4 Knoten, angenehm schnell unterwegs. Die drei Seemeilen Kursabweichung wegen der starken Ost-Strömung nehmen wir in Kauf.  

In Sichtweite von Martinique kommt uns zunehmend Sargassum entgegen. Es wird immer mehr, bis wir einen unüberwindbaren riesigen Teppich vor uns haben, durch den wir wieder einmal durchmüssen. Die Bootsgeschwindigkeit fällt von über 7 Knoten auf 2,8 Knoten ab. Zumindest bleiben wir ganz stehen. Danach befreit Erwin die Propeller in inzwischen bewährter Weise mit kurzem Einlegen der Retourgänge.    

Martinique

10. -  Juni 2026

 

Etwa eine Stunde vor St. Pierre, bereits in der Windabdeckung von Martinique, wird der Wind immer schwächer und wir müssen einen Motor starten, um dann plötzlich zu drehen und direkt auf die Nase zu kommen. Wir bergen der Segel und fahren mit beiden Motoren in die Bucht vor St. Pierre hinein. 

St. Pierre

10. Juni:

Nach 38,7 Seemeilen und 6:30 Stunden legen wir am Nachmittag in dem sehr großen, gut frequentierten Bojenfeld an einer Boje an.