2. Juli 2026:
Wir setzen das Groß an der Boje und legen wie geplant um 6 Uhr früh ab. Der Wind kommt aus Nord-Ost mit +/- 15 Knoten und es ist leicht bewölkt.
Wir segeln noch etwa eine Stunde in der Windabdeckung von St. Lucia mit Ost-Nord-Ost Wind bis 15 Knoten und flachem Wasser.
Während der etwa 4 Stunden dauernden Passage des St. Vincent Kanals sind wir einer extremen Ost-Strömung ausgesetzt. Der Wind kommt aus Ost mit 15 - 20 Knoten, die Wellen sind niedrig, kommen von vorne. Ohne Motorunterstützung wäre der Kurs unmöglich zu halten. Eine durchziehende Front verursacht Regen und Böen bis 27 Knoten, dauert aber nur kurz.
Während der anschließenden Fahrt entlang der Westküste von St. Vincent haben wir Ost-Wind zwischen 8 - 15 Knoten und zwei kurze Phasen mit fast Windstille. Die Wellen kommen von hinten, sind niedrig.
Die folgende Passage des Bequia Kanals zwischen St. Vincent und Bequia und die Fahrt entlang der Westküste von Bequia bis zur Admiralty Bay ist schnell. Insgesamt ein ganz angenehmer Segeltag.
Bequia ist eine Insel im Staat St. Vincent und die Grenadinen. Es ist die größte Insel der Grenadinen mit rund 5.000 Einwohnern. In früheren Zeiten spielte der Walfang eine große wirtschaftliche Rolle. In den letzten Jahren wurden keine Wale mehr gefangen.
2. Juli 2026
Um 16 Uhr segeln wir bei Wind über 20 Knoten in die große, gut geschützte Bucht hinein und bergen die Segel. Die Bucht ist auf dem ersten Blick etwas unübersichtlich und man muss auf die Fähren aufpassen. Ein Einheimischer kommt uns entgegen und bietet eine Boje an, wir nehmen sie. Wie schon die letzten Male beginnt es beim Anlegen heftig zu regnen. Nach 10:14 Stunden und 54,4 Seemeilen hängen wir an der Boje.